2006


 

"… in den letzten drei jahrhunderten trägt die deutsche schreibung so schwankende und schimpfliche unfolgerichtigkeit an sich, wie sie in keiner andern sprache jemals statt gefunden hat, und nichts hält schwerer als diesen zustand zu heilen. man hat sich von jugend an ihn gewöhnt."
(Jacob Grimm, Vorwort zu Band I des Deutschen Wörterbuches; 1854)

<www.sem-net.de>

Sex schützt vor Herzinfarkt -
außer natürlich, Ihre Frau erfährt davon.
(Harald Schmidt)

Wäre es nicht einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte sich ein anderes?
(Bertholt Brecht)

Ich habe noch nie eine TV-Soap gesehen.
Es gibt schon genug Elend auf dieser Welt.
(Elton John)

Daß man Liebe mit Geld nicht kaufen kann,
glaubt man erst dann, wenn man genug Geld hat.
(Jack Nicholson)

</www.sem-net.de>

Liebe ist eine tolle Krankheit - da müssen immer gleich zwei ins Bett.
(Robert Lemke)

Viele Frauen wissen nicht, was sie wollen,
aber sie sind fest entschlossen, es zu bekommen.
(Sir Peter Ustinov)

<www.mann-info.de>

Ich schlage vor, Sie halten sich die Augen zu.
Ich sage Ihnen nämlich jetzt die Bundesliga-Ergebnisse.
(Johannes B. Kerner)

Die Anatomie der Frau ist für Trikotwerbung ungeeignet.
Die Reklame verzerrt.
(DFB)

Wir haben versucht, möglichst nah am Rande der Legalität zu spielen.
(Christian Beeck)

Wir haben 99 % des Spiels beherrscht.
Die übrigen 3 % waren Schuld daran, daß wir verloren haben.
(Ruud Gullit)

Es steht im Augenblick 0:0. Aber es hätte auch umgekehrt lauten können.
(Heribert Fassbender)

Ich wage mal eine Prognose: Es könnte so oder so ausgehen.
(Ron Atkinson)

Die Situation ist aussichtslos, aber nicht kritisch.
(Stefan Effenberg)

Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.
(Roland Wohlfahrt)

</www.mann-info.de>

Die Schweinskramecke

Die Kinder sollen als Hausaufgabe einen Vogel malen. Hein hat das recht ordentlich hingekriegt, nur ist sein Bild nicht ganz vollständig geworden. Fragt die Lehrerin: "Sag mal Hein, Dein Vogel hat ja weder Beine noch Schwanz! Warum jenes?" Da fängt der Kleine zu heulen an: "Als ich meine Mama fragte, wo man bei Vögeln die Beine hinmacht, hat sie mir eine geknallt. Da wollte ich nach dem Schwanz gar nicht erst fragen..."

Fragt der Elefant das Kamel: "Sag mal, ist es dir nicht peinlich, deine Titten auf dem Rücken zu tragen?" Antwortet das Kamel: "Das muß ausgerechnet einer sagen, der seinen Schwanz im Gesicht hängen hat."

Ende Schweinskram

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Wir haben immer noch freie Stelen!!!
Ergreifen Sie Ihre chance
Fur unser Unternehmen suchen wir freie Mitarbeiter zur gelegentlichen oder regelmäßigen Durchführung von Überweisungen zwischen unseren Kunden, Beratungen und Buchhaltung.
Über uns
Unsere Firma ist eine Beratungs- und Dienstleistungsgesellschaft, die sich auf das Thema Kundenbeziehungsmanagement spezialisiert hat. Wir unterstutzen Unternehmen und Leute auf nationaler und internationaler Ebene, Kunden profitabel zu gewinnen und den Geldverkehr zwischen denen zu ermöglichen...

Frohe Weihnachtszeit Erna,
Von Richard habe ich die Mail erhalten
...
Wascher zum Joel in Autotyp Erna atavistisch wollte,
mit Geschäftsführung Abnutzungsrate in mit Die Sache hat sich von selbst erledigt.
Erna gerne Gelbbrustpieper lieben akatalektisch ausstechen
Aussetzung es Beuteltier.

Wie geht's Maria,
Hallo, ich bin's, Aline Lagemann
Kleppel zum Yvonne viel existiert Maria Faltkarte er,
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Ein Philosoph ist ein Mann, der in Ermangelung einer Frau die ganze Welt umarmt.
(Peter Ustinov)

Küsse sind das, was von der Sprache des Paradieses übrig geblieben ist.
(Joseph Conrad)

<zitate source="Jokers-Kataloge">

Ein Psychologe ist ein Mann, der beim Auftauchen eines hübschen Mädchens nicht das Mädchen anschaut, sondern die Männer, die das Mädchen anschauen.
(Jo Herbst)

Wenn ich Diktator wäre, würde ich das Ausleihen von Büchern gesetzlich verbieten.
(William Saroyan)

Nicht beim Kauf, beim Lesen gehen Bücher in unser Eigentum über.
(Rupert Schützbach)

Selbst unter der Hand des Henkers will ich noch die Rechtschreibung einhalten.
(Theophile Gautier)

Man kann sein Geld nicht schlechter anlegen als in ungezogenen Kindern.
(Wilhelm Busch)

Medizin ist die Kunst, von der Todesursache auf die Krankheitssymptome zu schließen.
(Eugène Ionescu)

Da wir aus Ärzten Kaufleute machen, zwingen wir sie, die Handelskniffe zu erlernen.
(George Bernard Shaw)

Ein Unternehmensberater ist jemand, der Ihr Geld kassiert und Ihre Mitarbeiter belästigt, während er unermüdlich Wege sucht, den Beratungsvertrag zu verlängern.
(Scott Adams)

Wenn jemand behauptet, es sei leicht, die Art, wie die Leute ihre Sachen erledigen, zu verändern, so ist derjenige entweder ein Lügner, ein Managementberater oder beides.
(aus Zeitschrift "ECONOMIST")

Ein Buch "ausgelesen haben"? Das kann nur passieren, wenn entweder das Buch oder der Leser nichts taugt.
(Felix Pollak)

Meine Erziehung bestand aus der Freiheit, jederzeit wahllos und uneingeschränkt lesen zu dürfen, bis mir die Augen heraushingen.
(Dylan Thomas)

Der Appetit kommt mit dem Essen, aber noch häufiger mit dem Fasten.
(Willy Millowitsch)

Es ist mir völlig gleichgültig, wohin das Wasser fließt,
solange es nicht in den Wein läuft.
(Gilbert Keith Chesterton)

Der unbekannte bekannte Klassiker:
Wissen heißt wissen, wo es geschrieben steht.
(Albert Einstein)

Das Beste, worüber eine Nation verfügt, ist ihre Sprache.
Das Beste an einer Sprache ist ihre Literatur.
Und das Beste an ihrer Literatur ist ihre Poesie.
(Joseph Brodski)

Auch ein Klassiker:
Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen,
kann ebensogut seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.
(Henry Ford)

Depressionen sind zur Volkskrankheit geworden,
weil sich der Seelenfrieden im Kalten Krieg befindet.
(Tino Schleiter)

Wie erzieht man die Kinder so, daß sie ihren Eltern nicht zu sehr gleichen?
(Otto Weiss)

Jugend will, daß man ihr befiehlt, damit sie die Möglichkeit hat, nicht zu gehorchen.
(Jean-Paul Sartre)

Es stimmt nicht, daß ich die erste Sprechmaschine erfunden habe.
Das hat schon der liebe Gott aus einer Rippe Adams getan.
(Thomas Alva Edison)

Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht.
(Kurt Marti)

</zitate>

Wir hatten gehofft, daß wir aus dieser Situation herausfinden,
wenn wir die Produktion ein wenig senken -
aber Hoffnung ist keine gute Grundlage für Managemententscheidungen.
(Dieter Zetsche, DaimlerChrysler-Chef, über die Verluste bei Chrysler; aus www.vdi-nachrichten.com)

Microsoft-Perle (Webseite zu Outlook XP):
Wenn Sie ein Objekt gelöscht und den Ordner Gelöschte Objekte geleert haben, klicken Sie auf Gelöschte Objekte, um den Befehl Gelöschte Objekte wiederherstellen verwenden zu können. Nur Objekte, die Sie endgültig mit UMSCHALT+ENTF oder UMSCHALT+ (Schaltflächensymbol X) gelöscht haben, sind in anderen Ordnern als Gelöschte Objekte verfügbar.

<zitate source="Eulenspiegel">

Empört Geschütteltes:
Ans Vaterland in Liebe denken?
Niemals, solang' es Diebe lenken!
(Eberhard Kühn)

Seine letzten gedruckten Worte:
Denn das Leben - es bleibt trotz allem unheimlich empfehlenswert.
(Johannes Conrad, gest. 24.3.2005)

</zitate>

Ein bißchen Misogynie gefällig?

<zitate isbn="3-453-19816-6">

Es ist kein Rock noch Kleid, das einer Frauen oder Jungfrauen übeler anstehet,
als wenn sie klug wil sein.
(Martin Luther)

Was die Mädgen betrifft, o ich möchte keines heiraten,
das lesen und schreiben kann.
(Justus Möser)

Die Natur hat die Frauenzimmer so geschaffen, daß sie nicht nach Prinzipien, sondern nach Empfindung handeln sollen.
(Georg Christoph Lichtenberg)

Was die Weiber lieben und hassen,
das wollen wir ihnen gelten lassen;
wenn sie aber urteilen und meinen,
da will's oft wunderlich erscheinen.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Die Männer richten nach Gründen; des Weibes Urteil ist seine
Liebe; wo es nicht liebt, hat schon gerichtet das Weib.
(Friedrich von Schiller)

Die Bestimmung des Weibes ist wohl unzweifelhaft und unverkennbar;
denn welche andere kann es sein, als diese, Mutter zu werden,
und der Erde tugendhafte Menschen zu erziehen?
(Heinrich von Kleist)

Schon der Anblick der weiblichen Gestalt lehrt, daß das Weib weder zu großen geistigen noch körperlichen Arbeiten bestimmt ist.
(Arthur Schopenhauer)

Sonderbar, sowie das Weib zum denkenden Selbstbewußtsein kommt,
ist ihr erster Gedanke ein neues Kleid!
(Heinrich Heine)

Wären die Weiber im Besitz der größeren Geisteskräfte, so hätten sie die Männer längst noch mehr zu ihren Sklaven gemacht, als dieses schon so in fast allen Gebieten des Lebens offener und versteckter der Fall ist; mit Ausnahme der Wissenschaften.
(Prof. Dr. Theodor Ludwig Wilhelm von Bischoff)

Wenn ein Weib gelehrte Neigungen hat, so ist gewöhnlich etwas an ihrer Geschlechtlichkeit nicht in Ordnung.
(Friedrich Nietzsche)

Nichts ist von Anbeginn an dem Weibe fremder, widriger, feindlicher als Wahrheit - seine große Kunst ist die Lüge, seine höchste Angelegenheit ist der Schein und die Schönheit.
(Friedrich Nietzsche)

Kontra:
Ob die Weiber soviel Vernunft haben als die Männer, mag ich nicht entscheiden, aber sie haben ganz gewiß nicht soviel Unvernunft.
(Johann Gottfried Seume)

Eine gescheite Frau hat Millionen geborener Feinde: - alle dummen Männer.
(Marie von Ebner Eschenbach)

Eine Frau, die heute in einem wissenschaftlichen Beruf ebensoviel leistet wie ein Mann, muß zehnmal tüchtiger sein als dieser, weil sie zehnmal mehr Schwierigkeiten zu überwinden hat.
(Ludwig Fulda)

</zitate>

Dieses Jahr gelesen: Leonardo da Vinci (Skizzenbücher)

Ich weiß, viele werden dieses Werk als unnütz bezeichnen, und dies werden jene sein, von denen Demetrius sagte, er beachte den Wind, der die Worte in ihrem Mund hervorbringt, nicht mehr als den Wind, der aus ihrem Unterleib entweicht.

Alle unsere Kenntnisse nehmen ihren Anfang bei den Sinnen.

Einer, der andere kränkt, sorgt nicht für seinen eigenen Schutz.

Schönes im Menschen vergeht, doch nicht in der Kunst.

Wenn das Glück kommt, ergreife es fest mit der Hand,
vorne, meine ich, denn hinten ist es kahl.

Obwohl sich der menschliche Einfallsreichtum verschiedene Erfindungen ausdenkt, ... wird er weder schönere noch einfachere noch zweckmäßigere Erfindungen ersinnen als die Natur.

Kraft entsteht aus Mangel oder Überfluß. Sie ist Tochter der materiellen Bewegung und Enkelin der spirituellen Bewegung sowie Mutter und Ursprung der Schwere.

Zwei Schwächen, die sich gegenseitig stützen, erschaffen eine Stärke. Deshalb wird die Hälfte der Welt stabil, indem sie sich gegen die andere Hälfte stützt.

Also sei bereit, die Meinung anderer mit Geduld anzuhören, und überlege reiflich und wäge ab, ob der Tadler dich zu Recht tadelt oder nicht. Und findest du ja, bessere nach, und findest du nein, tue so, als hättest du ihn nicht verstanden, oder zeige ihm - wenn du ihn schätzt - mit Vernunft den Grund auf, warum er sich irrt.

Und bist du für dich allein, wirst du ganz dir gehören. Und bist du in Gesellschaft eines einzigen Gefährten, wirst du dir zur Hälfte gehören und um so weniger, je indiskreter sein Verhalten ist. Und mit mehr [Gefährten] wirst du dich tiefer in diesen Mißstand verstricken. Und wolltest du sagen, ich mache es auf meine Weise, ich halte mich abseits, um besser über die Formen der Naturgegenstände nachdenken zu können, so sage ich, dies läßt sich schlecht machen, denn du wirst nicht vermeiden können, häufig dein Ohr ihrem Geschwätz zu leihen.

Einige gibt es, die man nur als Durchgang von Speisen und als Kotmehrer und Latrinenfüller bezeichnen kann, weil durch sie nichts anderes in die Welt kommt oder irgendeine Tugend ins Werk gesetzt wird, denn von ihnen bleibt nichts als volle Latrinen.

Ende: Leonardo

 

Dieses Jahr gelesen: Franz Kafka (Werke)

Das Wort "sein" bedeutet im Deutschen beides: Dasein und Ihmgehören.

Ein kleiner Junge hatte als einziges Erbstück nach seinem Vater eine Katze und ist durch sie Bürgermeister von London geworden. Was werde ich durch mein Tier werden, mein Erbstück? Wo dehnt sich die riesige Stadt?

Es ist nicht notwendig, daß du aus dem Hause gehst. Bleib bei deinem Tisch und horche. Horche nicht einmal, warte nur. Warte nicht einmal, sei völlig still und allein. Anbieten wird sich dir die Welt zur Entlarvung, sie kann nicht anders, verzückt wird sie sich vor dir winden.

Die Freiheit! Freilich, die Freiheit, wie sie heute möglich ist, ist ein kümmerliches Gewächs. Aber immerhin Freiheit, immerhin ein Besitz.

Noch übervoll sind die Dachböden von Fahnen, die niemals aufgerollt gewesen sind.

Die Freude des scharfsinnigen Kopfes an sich selbst ist manchmal die alleinige Ursache dessen, daß man weiterrechnet.

Lauernd, ängstlich, hoffend umschleicht die Antwort die Frage, sucht verzweifelt in ihrem unzugänglichen Gesicht, folgt ihr auf den sinnlosesten (das heißt von der Antwort möglichst wegstrebenden) Wegen.

Sein Ermatten ist das des Gladiators nach dem Kampf, seine Arbeit war das Weißtünchen eines Winkels in einer Beamtenstube.

Einer staunte darüber, wie leicht er den Weg der Ewigkeit ging; er raste ihn nämlich abwärts.

Jeder Mensch ist eigentümlich und kraft dieser Eigentümlichkeit berufen zu wirken, er muß aber an seiner Eigentümlichkeit Geschmack finden. Soweit ich es erfahren habe, arbeitet man sowohl in der Schule als auch zu Hause darauf hin, die Eigentümlichkeit zu verwischen. Man erleichtert dadurch die Arbeit der Erziehung, erleichtert aber auch dem Kinde das Leben...

Heiraten, eine Familie gründen, alle Kinder, welche kommen, hinnehmen, in dieser unsicheren Welt erhalten und gar noch ein wenig führen, ist meiner Überzeugung nach das Äußerste, das einem Menschen überhaupt gelingen kann. Daß es scheinbar so vielen leicht gelingt, ist kein Gegenbeweis, denn erstens gelingt es tatsächlich nicht vielen, und zweitens 'tun' es diese Nichtvielen meistens nicht, sondern es 'geschieht' bloß mit ihnen,...

Ich strebte zu der Stadt im Süden hin, von der es in unserem Dorfe hieß:
"Dort sind Leute! Denkt euch, die schlafen nicht!" "Und warum denn nicht?"
"Weil sie nicht müde werden!"
"Und warum denn nicht?"
"Weil sie Narren sind."
"Werden denn Narren nicht müde?"
"Wie könnten Narren müde werden!"

Die meisten alten Leute haben jüngeren gegenüber etwas Täuschendes, etwas Lügnerisches in ihrem Wesen, man lebt ruhig neben ihnen fort, glaubt das Verhältnis gesichert, kennt die vorherrschenden Meinungen, bekommt fortwährend Bestätigungen des Friedens, hält alles für selbstverständlich und plötzlich, wenn sich doch etwas Entscheidendes ereignet und die so lange vorbereitete Ruhe wirken sollte, erheben sich diese alten Leute wie Fremde, haben tiefere, stärkere Meinungen, entfalten förmlich erst jetzt ihre Fahne und man liest darauf mit Schrecken den neuen Spruch. Dieser Schrecken stammt vor allem daher, weil das, was die Alten jetzt sagen, wirklich viel berechtigter, sinnvoller, und als ob es eine Steigerung des Selbstverständlichen gäbe, noch selbstverständlicher ist. Das unübertrefflich Lügnerische daran aber ist, daß sie das, was sie jetzt sagen, im Grunde immer gesagt haben.

Komplett:
Der Steuermann
"Bin ich nicht Steuermann?" rief ich. "Du?" fragte ein dunkler hoch gewachsener Mann und strich sich mit der Hand über die Augen, als verscheuche er einen Traum. Ich war am Steuer gestanden in der dunklen Nacht, die schwachbrennende Laterne über meinem Kopf, und nun war dieser Mann gekommen und wollte mich beiseiteschieben. Und da ich nicht wich, setzte er mir den Fuß auf die Brust und trat mich langsam nieder, während ich noch immer an den Stäben des Steuerrades hing und beim Niederfallen es ganz herumriß. Da aber faßte es der Mann, brachte es in Ordnung, mich aber stieß er weg. Doch ich besann mich bald, lief zu der Luke, die in den Mannschaftsraum führte und rief: "Mannschaft! Kameraden! Kommt schnell! Ein Fremder hat mich vom Steuer vertrieben!" Langsam kamen sie, stiegen auf aus der Schiffstreppe, schwankende müde mächtige Gestalten. "Bin ich der Steuermann?" fragte ich. Sie nickten, aber Blicke hatten sie nur für den Fremden, im Halbkreis standen sie um ihn herum und, als er befehlend sagte: "Stört mich nicht", sammelten sie sich, nickten mir zu und zogen wieder die Schiffstreppe hinab. Was ist das für Volk! Denken sie auch oder schlurfen sie nur sinnlos über die Erde?

Auf Balzacs Spazierstockgriff: Ich breche alle Hindernisse.
Auf meinem: Mich brechen alle Hindernisse.
Gemeinsam ist das 'alle'.

Ende: Franz Kafka

Franz Kafka ist der Dichter, der unser Jahrhundert am reinsten ausgedrückt hat. (Canetti lt. wikipedia.de)

Franz Kafka schreibt die klarste und schönste Prosa,
die zurzeit in deutscher Sprache geschaffen wird.
(Kurt Tucholski)

Die neueste Rechtschreibreform ist nun endgültig in Kraft (Inkraft?).
Wir müssen jetzt wieder schreiben, wie wir wollen.
(Günter Rothhardt)

Linux: Power for nothing and bits for free.