Rechenhilfen aus meiner Sammlung
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Rechentuch
Im 16. Jahrhundert, zu Zeiten von Adam Ries schob man hier "auff
der linien" die Rechenpfennige auf und ab. Dies war anschaulich, und
man kam ohne das kleine Einmaleins aus.
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Napiersche Rechenstäbe
John Napier oder lateinisiert Neper (1550 - 1617) war ein
schottischer Denker auf mehreren Gebieten (Laird of Merchiston). Er
erfand den Rechenschieber. Die Napierschen Rechenstäbchen hatten einen
bedeutenden Einfluß auf die Entwicklung der Rechenmaschinen. Durch sie
war es Wilhelm Schickard möglich, die erste mechanische Rechenmaschine
zu bauen.
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Abakus
Der Abakus besteht aus einem Rahmen mit Kugeln oder Steinen, die
auf Stäben oder Drähten aufgefädelt bzw. in Schlitzen geführt werden.
Er ermöglicht komplizierte Rechenoperationen, insbesondere auch
Multiplikation und Division, die mit römischen Ziffern, die keine
Einer-, Zehner-, Hunderterstellen aufweisen, nicht durchgeführt werden
konnten. Deshalb gab es im römischen Reich einen leicht abgewandelten
Abakus.
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Römisch
Den römischen Abakus könnte man durchaus als den ersten
Taschenrechner bezeichnen. Es gibt ein Replikat aus Bronze, welches
einer Zeichnung aus dem 17. Jahrhundert nachempfunden wurde. Ich zeige
hier meine Kopie aus Kunststoff. |

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Asiatischer Typ
Wie bei dem gezeigten römischen Abakus "sparte" man Kugeln, indem
beim Fünferüberlauf eine Hilfskugel benutzt wurde.
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Russischer Typ (Stschoty)
Einfaches Zehnersystem ohne Mehrfachbewertung der
Perlen.
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Zahlenschieber oder Griffeladdierer
Sie bestanden aus einer Reihe von Metallstäben, die mittels eines
Griffels verschoben werden konnten. Jeder Stab hatte an der
Seite eine Zahnreihe, mit der ein Übertrag vorgenommen werden konnte
Der Zahlenschieber wurde 1889 von dem Franzosen Tronchet erfunden und
unter dem Namen Arithmographe verkauft. Noch bis in die 80er Jahre des
20. Jahrhunderts wurden Zahlenschieber gebaut, bis sie vom
Taschenrechner abgelöst wurden.
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Rechenhilfsmittel
Die verschiedensten Hilfsmittel zur Erleichterung des Rechnens
wurden ersonnen.
Diese metallene Tabelle in Radform zeigt das kleine Einmaleins. Sie
stammt aus der CSSR aus den sechziger Jahren. |

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Sonstige Hilfsmittel
Bis in die 90er Jahre gab es sogenannte Randlochkarten, die manuell
bearbeitet wurden. Verschiedene Suchkriterien wurden mit Löchern oder
Schlitzen an den Rändern der Karte codiert. Man konnte mit einer
langen Nadel in die Position eines Suchkriteriums stechen und die
ausgewählten Karten aus dem Stapel herausziehen. Die Abbildung zeigt
eine Zange zum Lochen dieser Karten.
Lochstreifen dienen seit Mitte des 19. Jahrhunderts der Darstellung
und Speicherung von Daten auf langen Papier- oder auch
Kunststoffbändern. Die Lochstreifen wurden als
Speichermedium für Fernschreiber und Computer eingesetzt. Die
Abbildung zeigt eine Lehre für Lochstreifen.
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Rechenschieber
Ein Rechenschieber oder Rechenstab ist ein
Rechenhilfsmittel zur mechanisch-optischen Durchführung der beiden
Grundrechenarten Multiplikation und Division. Je nach Ausführung könne
auch komplexere Rechenoperationen (unter anderem Wurzel, Quadrat,
Logarithmus, trigonometrischer Funktionen) ausgeführt werden.

Vor dem Aufkommen des elektronischen Taschenrechners war der
Rechenschieber bis in die 1970er-Jahre eines der wichtigsten
Rechenhilfsmittel. Er wurde vor allem im technischen Bereichen
benutzt, da er multiplizieren und dividieren konnte, wenn auch die Ergebnisse des Rechenschiebers immer nur auf die drei
bis vier ersten Stellen (abhängig von der Länge des Schiebers) genau
sind. Im kaufmännischen Bereich wurde hingegen auf mechanische
Rechenmaschinen gesetzt: Diese sind zwar nicht so handlich, liefern
aber dafür genaue Ergebnisse.
Ein Rechenschieber besteht aus einem Körper, auf dem eine
Reihe Skalen angebracht sind, einen dagegen verschiebbaren Läufer
mit weiteren Zahlen, sowie eine gegen diese Skalen bewegliche Zunge.
Durch Verschieben der Skalen gegeneinander kann über eine Markierung
auf der Zunge der zu berechnende Wert abgelesen werden.
Bei Multiplikation und Division macht sich der Rechenschieber das
Prinzip zu Nutze, daß die Summe der Logarithmen zweier Zahlen gleich
dem Logarithmus des Produkts der beiden Zahlen ist:
log(a) + log(b) = log(a·b)
Mit Hilfe zweier gegeneinander verschiebbarer logarithmischer
Skalen wird so das Multiplizieren und Dividieren auf eine Addition
zweier Längen reduziert.
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Mechanische Rechengeräte
Sie funktionierten meist wie der berühmte Rheinmetall-Triumphator
nach dem Prinzip des Griffeladdierers oder wie die abgebildete Nisa
mit Staffelwalzen und vielen Tasten (jede Ziffer an jeder Position
benötigte eine).
Wer wußte, daß man damit auch prima Multiplizieren konnte?

Keine Buchhaltung ohne das permanente Schnarren der sich drehenden
Handkurbel und das "Kling" der Überläufe.
Als der Computer kam, stellte sich heraus, daß die Triumphator an
ältere Kolleginnen "angewachsen" war. Ob das wahr ist, daß sie mit
ihrer Maschine begraben wurden, weshalb es heute nur noch wenige davon
gibt? |

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Elektronische Taschenrechner
 Jeder kennt sie, jeder hat(te) sie. Werden sie mit dem Handy
aussterben?
Sie werden durch Batterie, Akku oder auch mal per Netz mit Strom
versorgt.
Sie zeigen mittels LED, LCD oder früher sogar Röhren die Ergebnisse
an.
Sie können die einfachen Grundrechenarten oder komplexe
mathematische Formeln und auch Währungsumwandlungen.
Man kauft sie (einstmals sehr teuer) oder bekommt sie als
Werbegeschenk.
Manchmal sind sie in ungewöhnliche Formen verpackt.
Sie haben zu kleine Tasten oder passen nicht wirklich in die
Hosentasche.
In meiner Sammlung gibt es von allem was: Altjapan, DDR fast
komplett, Russisch, Rechner mit Uhr und Uhr mit Rechner.
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Alles fürs Büro
Auch Oma mußte Lochen, Heften, Stifte spitzen.
Irgendwann wurde der Bürodiener abgeschafft.
Mechanisierung, ick grüße dir!
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